Wahlnachlese

Liebe Leserinnen,

liebe Leser!

 

Wenn alle Menschen im Land so sozialdemokratisch gewählt hätten wie Uetersen und Wedel, wäre die SPD am vorigen Sonntag ganz vorn gewesen. Wir haben unsere Wahlziele bei der Landtagswahl nicht erreicht, aber meine persönliche Bilanz fällt trotzdem ganz positiv aus. Die Städte in meinem Wahlkreis hat die SPD gewonnen, in einigen kleinen Gemeinden konnte ich zumindest Stimmen hinzugewinnen und bin über die Landesliste in den Landtag gewählt worden. Ich möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken, das Sie, liebe Wählerinnen und Wähler, mir entgegengebracht haben. So kann ich mit Rückenstärkung die nächsten fünf Jahre in Kiel weiterarbeiten. Meine Kollegen Beate Raudies aus Elmshorn und Kai Vogel aus Pinneberg konnten ihren Wahlkreis direkt gewinnen und sind ebenfalls wieder dabei. Damit hat der Kreis Pinneberg drei ganz starke sozialdemokratische Stimmen im Landtag. Keine Partei aus dem Kreis Pinneberg entsendet so viele Abgeordnete nach Kiel wie die SPD.

Wichtig war mir neben der Landtagswahl am vorigen Sonntag auch der Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich. Für Europa ist es von großer Bedeutung, dass Emmanuel Macron die Stichwahl so deutlich gewonnen hat. Unter der Rechtspopulistin Marine Le Pen hätte Europa sicherlich mit einem Austritt Frankreichs aus der Europäischen Union rechnen müssen. Dann wäre der Traum von einem vereinten Europa ausgeträumt gewesen. Dabei ist Europa ein echtes Erfolgsmodell. Niemand sollte vergessen, das vereinte Europa ist eine Konsequenz aus zwei schrecklichen Weltkriegen. Sicherlich kann man sich hier und da über zu viel Bürokratie aufregen, auch darüber, dass festgelegt wird, in welcher Form die Gurken zu wachsen haben, aber wir haben seit Jahrzehnten Frieden in Europa. Und das ist keineswegs selbstverständlich, wenn wir in viele andere Länder der Welt schauen. Deshalb erhielt die Europäische Union auch im Jahr 2012 den Friedensnobelpreis für ihren Beitrag zur Förderung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa. Das sollte nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Der ehemalige französische Staatspräsident Francois Mitterrand hat in einer bewegenden Abschiedsrede im EU-Parlament folgende historische Sätze gesagt: „Nationalismus heißt Krieg. Krieg, das ist nicht nur Vergangenheit. Er kann auch unsere Zukunft sein.“ Diese Sätze sind für mich Richtschnur. Wer die Einheit Europas aufgeben will und auf Nationalismus setzt, gefährdet den Frieden.

 

 

Herzliche Grüße, Ihr

Thomas Hölck, MdL